Die Forschungen haben hormonelle Veränderungen während der Massage festgestellt.
Es hat sich gezeigt, dass die Wirkung der Berührung
Der Stresshormonspiegel wird gesenkt,
Anti-Stress-Hormone ansteigen,
und der Spiegel der mit der Verdauung zusammenhängenden Hormone ins Gleichgewicht gebracht wird, wodurch die Effektivität der Nährstoffverwertung erhöht wird.
Lass uns speziell die Veränderungen einiger Hormone betrachten – was bei Haut-zu-Haut-Kontakt passiert.
Oxytocin ist ein sehr wichtiges Hormon.
Wenn es in den Blutkreislauf eintritt, reguliert es die Funktion der glatten Muskulatur – so beeinflusst es unter anderem die Gebärmutterkontraktionen, die Milchsekretion oder die Schmerzen nach der Geburt.
Darüber hinaus hat das im Gehirn produzierte Oxytocin eine allgemeine parasympathische Wirkung.
Aber was bedeutet das genau?
Wahrscheinlich hast du schon den Ausdruck “Kampf/Flucht” oder “Flucht/Überfall” gehört – wie unser Körper auf Stress reagiert. Sie wird auch als Notfallreaktion bezeichnet. Dabei wird das sympathische Nervensystem aktiviert.
Im Gegensatz dazu ist das parasympathische Nervensystem für die “Ruhe- und Verdauungsreaktion” zuständig.
Wenn dieser Prozess läuft, ist der Blutdruck niedriger, die Herzfrequenz niedriger, die Körpertemperatur höher, die Ausscheidung und die Verdauung werden gesteigert, die Stresstoleranz wird erhöht, die Schlafqualität verbessert und die mütterlichen Gefühle werden verstärkt.
Das Hormon Oxytocin war lange Zeit nur für seine Rolle bei der Geburt und beim Stillen bekannt, doch inzwischen wurde nachgewiesen, dass es auf der Ebene des zentralen Nervensystems eine stark beruhigende Wirkung hat.
Enger Haut-zu-Haut-Kontakt und Massagen bewirken eine hohe Oxytocin-Ausschüttung.
Dieses Hormon stimuliert die Kontraktion und Entleerung der Gallenblase und die Produktion von Verdauungsflüssigkeiten.
Ein Hormon, das mit Sättigung in Verbindung gebracht wird.
Interessanterweise hat dieses Hormon auf der Ebene des zentralen Nervensystems auch eine sehr starke beruhigende Wirkung.
Es ist ein starker Stimulator der Salzsäure- und Pepsinogenproduktion, der die Verdauung fördert.
Hungerhormon – hat eine lang anhaltende Wirkung bei der Erzeugung des Hungergefühls.
Es fördert das Wachstum der Knochen, den Aufbau von Proteinen, das Wachstum der Organe und die Regeneration ihrer Strukturen.
Stresshormon.
Es wurde beobachtet, dass ruhige, liebevolle Berührungen den Cortisolspiegel im Speichel von Kindern senken.
Die Wirkung der Massage ist so signifikant, dass in einer Studie über Frühgeborene (ein Programm des University of Miami Medical Center) Babys, die regelmäßig massiert wurden, eine 47 % höhere Gewichtszunahme hatten als Babys, die nicht massiert wurden.
Sie waren aktiver und wacher und wurden durchschnittlich 6 Tage früher aus dem Krankenhaus entlassen als Babys, die während ihres Krankenhausaufenthalts nicht massiert wurden.
Die entspannende Wirkung der Massage hilft auch, gut und tief zu schlafen.
Sie lindert die Erinnerung an unangenehme Erlebnisse (z. B. medizinische Behandlungen).
Sie reduziert auch Überempfindlichkeit und Hyperaktivität.
Die Auswirkungen der Massage auf die Stressbewältigung sind im Kapitel Stress und Entspannung zu finden.
