Wann soll ich massieren?

Bei jeder Massage ist es wichtig, den Bauch so leer wie möglich zu haben.
Das ist wichtig, weil sich nach der Verdauung der größte Teil des Blutkreislaufs in den Verdauungsorganen konzentriert, was für eine gute Verdauung notwendig ist.
Eine Massage erhöht die Blutzirkulation stark. Wenn man also z. B. die Beine massiert, erhöht man den Blutfluss und die Verdauung wird weniger effizient.

Babys haben so winzige Mägen, dass es normal ist, dass sie oft relativ wenig essen.
Stillen nach Bedarf bedeutet meist, dass Babys oft gestillt werden und wir nicht wissen, ob sie mehr oder weniger gegessen haben.

Natürlich sollte man immer darauf achten, dass man dem Baby genügend Zeit für die Verdauung gibt – aber das kann man nicht an der Uhr ausrichten.
Auch hier ist die Aufmerksamkeit der Schlüssel.
Du merkst sowieso, wenn dein Baby satt ist!
Wenn du Anzeichen für ein “Essenskoma” siehst, ist das ohnehin nicht der richtige Zeitpunkt, um mit dem Massieren anzufangen.

Die Babymassage kann zu jeder Tageszeit durchgeführt werden.

Die Massage kann mit dem Baden verbunden werden.
Du kannst Deinem Baby nach der Massage gerne mal baden, wenn es das mag, denn das entspannende Schwanken im Wasser kann es noch mehr entspannen.
Wenn du aber nach dem Bad oder zu einer anderen Tageszeit massierst, kannst du danach auch das übrige Öl abwischen, du brauchst dein Baby also nicht zu baden.

Viele Babys haben tagsüber Zeiten, in denen sie unruhig sind und mehr Körperkontakt brauchen.
Wenn du solche Perioden bemerkst, in denen dein Baby gerne auf dem Arm gehalten werden möchte, kannst du diese Zeit mit einer Massage überbrücken.
Diese Art von “Timing” hat sich bei vielen Familien als sehr gut funktioniert.

Aber auch wenn dein Baby keine besonderen ” unruhigen Phasen ” hat, lohnt es sich, die Massage zu verschiedenen Tageszeiten auszuprobieren.
Manche Babys reagieren morgens viel besser als abends, wenn sie bereits müde sind.