In vielen Kulturen wird direkt nach der Geburt mit der Massage begonnen. Zu diesem Zeitpunkt handelt es sich jedoch noch nicht um eine echte Massage, sondern um eine sanfte Berührung, ein Streicheln, und es dauert nur ein paar Minuten. Schritt für Schritt zu gehen ist sehr wichtig.
Anfangs streiche einfach mit deiner Hand am Körper des Babys entlang, um den Kontakt zu spüren. Erst wenn der Nabelrest abgefallen ist, sollte man mit der Massage des Bauches beginnen. Wir warten auch, bis das Baby einen Monat alt ist, um Massagetechniken für das Gesicht anzuwenden.
Tag für Tag, Schritt für Schritt, baut sich die Babymassage auf. Am Anfang sollen deine Hände ganz leicht sein, und nach und nach kannst du etwas festere und kräftigere Bewegungen anwenden. Bei der Babymassage geht es weder um Streicheln noch um Kneten der Muskeln, sondern um langsame, ruhige, feste und liebevolle Striche.
Im Alter von etwa einem Monat kannst du alle Techniken der Babymassage anwenden, aber immer unter Berücksichtigung der Signale des Babys. In dieser Phase kann die Massage bis zu 20 Minuten oder eine halbe Stunde dauern. Es ist aber auch ideal, wenn du dein Baby öfter und kürzer massierst – zum Beispiel 10 Minuten pro Tag. Wenn du dein Baby dreimal in der Woche massierst, hat das eine gewisse therapeutische Wirkung.
Die Massage ist am wichtigsten, bis das Baby sich selbständig bewegen kann (d. h. in den ersten sechs Monaten). Aber je länger du die Massage anwenden kannst, desto besser, denn es gibt viele Vorteile und es ist in jedem Alter sehr wertvoll. Bitte sei nicht enttäuscht, wenn dein Baby nicht mehr massiert werden möchte, wenn es zu krabbeln beginnt. In diesem sehr aktiven Alter beginnen die Kleinen oft sehr schnell, sich während der Massage zu drehen. Zu diesem Zeitpunkt kannst du die Massage verkürzen, aber vielleicht braucht dein Baby sie eine Zeit lang nicht mehr. Es kann aber auch später wieder Lust darauf haben!